Kein „Weiterstadtium“ in unserer Ortsmitte

Die SPD-Fraktion Weiterstadt lehnt die vorgelegten Pläne für die Bebauung des Weiterstädter Marktplatzes ab und erneuert ihre Forderung nach einer Gesamtkonzeption für die Gestaltung der Ortsmitte. Dies beschloss die Fraktion einstimmig in ihrer Sondersitzung am 11. Februar 2008.

Mitte Januar wurden die Stadtverordneten von dem beauftragten Architekturbüro Lengfeld & Wilisch(L&W) im Rahmen eines interfraktionellen Gesprächs über zwei Gebäudevorschläge für den Marktplatz informiert. Beide Varianten (Bücherschiff & Bücherregal) sehen vor, auf der Ostseite des Marktplatzes ein neues Gebäude für die Stadtbücherei und das Stadtbüro zu errichten. Außerdem soll der Marktplatz weiterhin als Großparkplatz erhalten bleiben und eine Begrünung nur am Rande vorgenommen werden (siehe Bilder oben).

Ortsmitte verödet weiter
Während sich unsere Gewerbegebiete prächtig entwickeln und florieren, verödet die Weiterstädter Ortsmitte immer mehr. Diesem Trend kann durch die Realisierung der von CDU und ALW gewünschten Entwürfe nicht entgegen gewirkt werden. Denn ein schlüssiges Gesamtkonzept zur Gestaltung und Belebung der Ortsmitte fehlt weiterhin.
Der Weiterstädter SPD-Ortsbezirks Vorsitzende Willi Fischer bringt es auf den Punkt: „Wenn CDU und ALW es schaffen diesen ‚Verwaltungsbau‘ durchzusetzen, ohne aber Vorstellungen darüber zu haben wie der Rest des Geländes genutzt werden soll, verspielen wir die einmalige Chance ein großes Areal in bester Ortslage nach den Wünschen und Bedürfnissen der Bürger zu gestalten“.
„Ein futuristischer Solitärbau am Rande eines Großparkplatzes entspricht nicht den Vorstellungen der SPD-Fraktion für einen lebendigen Ortsmittelpunkt“, ergänzt der Fraktionsvorsitzende Gerd Körner.

Über 4 Millionen Euro Kosten – fastdoppelt soviel wie veranschlagt
Beide vorgestellten Varianten sehen Investitionskosten von weit über vier Millionen Euro vor. Somit sind die Aufwendungen im aktuellen Modell fast doppelt so hoch, wie in einer Kostenschätzung von vor wenigen Monaten. Auch die Ausgaben für die reine Umgestaltung eines Parkplatzes in Höhe von 600.000 Euro sind zu hoch – dieses Geld kann sinnvoller investiert werden.
Davon abgesehen, sind neue aufwändige Planungen und Bauvorhaben einzeln realisiert in der Regel viel kostenintensiver. „Denn wenn die Stadt bei der weiteren Gestaltung der Innenstadt auf Jahre hinweg, jedesmal neu zu planen und zu bauen beginnt, können Kosteneinsparungen und Synergien bei der Planung und Bauabwicklung nicht genutzt werden, und außerdem ist es auch für die Anwohner eine unnötige Belastung“, so Stadtverordnetenvorsteher und Bauingenieur Manfred Dittrich.

Erst ein Gesamtkonzept entwickeln, und dann bauen – nicht umgekehrt
Der ursprünglich von der SPD-Fraktion gestellte Antrag zur Gestaltung des Marktplatzes sah ein Gesamtkonzept von der Darmstädter Straße bis zur Kreuzstraße vor. Außerdem sollte auch der Bereich um die evangelische Kirche (Kirchpark & Dalles) sowie die Sanierung der Darmstädter Straße in das Konzept miteinbezogen werden.
„Die SPD fordert einen innerstädtischen Platz für die Bürgerinnen und Bürger, der optisch was her macht, ein echter Treffpunkt ist und zum Verweilen und Flanieren einlädt“, schwärmt Stadträtin Jutta Klein.
„Auch betreutes Wohnen für Senioren wäre ein denkbare Nutzungsmöglichkeit für das große Gelände“ meint Ältestenrats-Mitglied Werner Thalheimer.
In Kombination mit der Gestaltung des Parks könnte an prominenter Stelle ein Treffpunkt der Generationen entstehen und Traditon und Moderne auf eine sinnvolle und gewinnbringende Weise  verknüpfen.

Bereits abgestimmte Vorschläge wurden wieder verworfen
„Noch vor vier Jahren waren sich alle Parteien einig, dass öffentliche Bereiche, wie Stadtbüro, Bücherei und öffentliche Toilette parallel zu privaten Einrichtungen wie Wohnungen und gastronomischen Betrieben am meisten zur Belebung der Innenstadt beitragen würden. Es gab auch zwei konkrete Entwürfe und Pläne, die einen Großteil der Ideen der SPD und den anderen Fraktionen beinhalteten“, fasst Stadtrat Ralf Möller die Entwicklung zusammen.
Doch CDU und ALW haben nach dem Absprung der Investoren die Segel gestrichen und schiffen nun in politisch unruhigen Gewässern. Denn für viele Bürger ist es absolut nicht nachvollziehbar, dass erst gebaut und dann geplant werden soll. Von politischer Weitsicht und  Gestaltungswillen im Sinne der Bürger kann bei der Koalition von CDU und ALW also keine Rede sein.
Die SPD fordert daher CDU und ALW auf, zu den bereits einstimmig beschlossenen Plänen zurückzukehren und gemeinsam gute Investoren und Partner für die Durchführung dieses Projektes zu finden.

Widerstand mit den Bürgern
Der Ortsvereinsvorsitzende Alexander Ludwig kündigte an, dass die SPD alles unternehmen wird, dass diese Pläne nicht umgesetzt werden. „Ich bin mir sicher, dass die Bürgerinnen und Bürger ein solches Modell im Herzen der Kernstadt nicht wünschen. Die SPD hofft, dass sie mit Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger die Pläne für ein ‚Weiterstadtium‘ stoppen kann und die Planungen für ein Gesamtkonzept wieder aufgenommen werden.“

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