Khalil – Ein Flüchtling über seine dramatische Reise

Von Syrien ging es in die Türkei in die Küstenstadt Izmir. Dort stieg er in ein Boot und versuchte über die Ägäis, wo Touristen das blaue Meer und die Sonne genießen, nach Griechenland zu gelangen. Die Mission scheiterte. In Griechenland kam er nie an und wurde durch die gefährliche Bootsreise traumatisiert.

Wieder zurück in der Türkei versuchte er sein Glück über den Landweg und durchquerte zu Fuß Mazedonien, Serbien, Ungarn und Österreich, bis er schließlich in Deutschland ankam. Insgesamt dauerte die Reise 2 Monate. Als er hier ankam war er 17 Jahre und damit minderjährig. Inzwischen ist er 18 geworden und damit ist die Möglichkeit seine Familie nachzuholen versperrt.

Khalil wohnt momentan im Asylbewerberheim Storckebrünnchen bei uns in Weiterstadt.  Auch wenn es ihm in Deutschland gut gefalle, sei das Leben im Asylheim alles andere als einfach. Das Zusammenleben mit 45 weiteren Personen aus verschiedenen Ländern und Kulturen führe oftmals zu Problemen, erzählt er.

Die Privatsphäre fehlt komplett, da die Zimmer mit anderen geteilt werden müssen. Zudem liegt das Heim abgeschieden im Wald, der Anschluss nach Darmstadt, wo Khalil regelmäßig einen Deutschkurs besucht, ist sehr schlecht. Obwohl er bereits seit neun Monaten in Deutschland lebt, wird ihm erst seit zwei Monaten die Chance gegeben, Deutsch zu lernen. Seit diesem Zeitpunkt hat er nämlich eine dreijährige Aufenthaltsgenehmigung erhalten und es zeigt einmal mehr, die teils fragwürdige Gesetzgebung für Flüchtlinge. Anstatt lernwilligen jungen Menschen wie Khalil sofort den Anschluss durch Sprachunterricht zu ermöglichen, wird er zum Warten auf die Aufenthaltsgenehmigung verbannt und verliert damit wertvolle Zeit.

Der Sprachunterricht macht ihm viel Spaß und bringt ihn auch seinem großen Traum näher, das Abitur zu machen und zu studieren. Der Verlust seiner Familie und die ständige Sehnucht nach seiner Heimat bedrücken ihn sehr. Trotzdem lernt Khalil viel, um sein Ziel verwirklichen zu können. Was ihn antreibt, ist nach wie vor die Hoffnung, seine Familie wiederzusehen. Sie ist mittlerweile in den Libanon geflüchtet, um dort einen Asylantrag für Deutschland zu stellen.

Dieses Schicksal und ähnliche gibt es zu Tausenden in Deutschland. Getrennt von der Familie, alleingelassen und geplagt von den traumatischen Erinnerungen des Krieges und der Flucht, fällt es den meisten schwer, sich ohne fremde Hilfe in die Gesellschaft zu integrieren.

Khalil konnte nicht in 4 Stunden hier her fliegen. Er musste eine strapaziöse Flucht auf sich nehmen, die rund 1460 Stunden dauerte! Wir sollten deshalb Flüchtlingen und gerade jungen Menschen eine Perspektive in unserem Land geben. Unsere Aufgabe ist es, Menschen, die zu uns kommen als Bereicherung und nicht als Last zu sehen. Denn es sind nicht einfach nur Flüchlinge, sondern früher oder später auch Nachbarn, Arbeitskollegen und Freunde und vor allem sind Flüchtlinge eines: Menschen!

 

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